Deutsch-Kolumbianischer Freundeskreis e.V.

Neue Massnahmen in Kolumbien - Verlängerung der Ausgangssperre
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Jenny Schuckardt 
Niederlassungsleiterin München

Liebe Mitglieder und Freunde des Deutsch-Kolumbianischen Freundeskreises, 

in diesen Tagen bin ich besonders stolz darauf, DKF-Mitglied zu sein. Ich freue mich sehr darüber, was wir alle zusammen für bedürftige Menschen in Kolumbien auf die Beine stellen. Die Not wird noch größer werden. Gerade eben gab der kolumbianische Präsident bekannt, dass die Ausgangssperre noch bis zum 11. Mai verlängert wird. 

Natürlich, unsere „Soforthilfe“-Aktion ist keine nachhaltige. Und natürlich gilt nach wie vor das Motto: „Gib einem Mann einen Fisch und du ernährst ihn für einen Tag, zeig ihm, wie man fischt, und du ernährst ihn für das Leben.“ 

Aber: In diesen Tagen darf niemand fischen. (… was im übertragenen Sinn für arbeiten steht … ) Für viel zu viele Menschen auf den Straßen geht es einfach nur um das nackte Überleben und darum, nicht zu verhungern. Diesen Menschen helfen Sie mit Ihren Spenden. Ihre Hilfe kommt dort an, wo sie am dringendsten gebraucht wird. Auf der Straße. 

In Deutschland werden die Corona-Regeln derzeit gelockert, In Kolumbien nicht. Ganz im Gegenteil. Der kolumbianische Staat ist zudem äußerst erfinderisch, wenn es darum geht, die Ausgangsperre weiter zu verschärfen: Seit dieser Woche gilt „Pico y Vida“. Die letzten Ziffern auf der Cédula entschieden bisher, wann man das Haus zum Einkaufen verlassen durfte. Nun entscheidet darüber zusätzlich das Nummernschild des Autos oder des Mopeds. In vielen Fälle stimmt das nicht miteinander überein. So dass der Betroffene nur noch einmal in der Woche aus dem Haus gehen darf. 

Auch die „Patrulla Aerea del Pacifico“ leistet ebenfalls weiter wichtige Dienste: Am Wochenende habe ich erneut eine Mission begleitet. Wir flogen diesmal nach Juanchaco. Dort gibt es bisher zum Glück keinen einzigen bekannten Corona-Fall. Aber die Lebensmittel gehen aus. Schiffe, die Verpflegung bringen könnten, dürfen nicht anlaufen. Hilfe ist derzeit nur über den Luftweg möglich. Das Flugzeug der Patrulla war vollgepackt mit Lebensmittelpaketen, die wir vor Ort an der Militärbase abgegeben haben. 

 




Veröffentlicht am:
01:36:16 20.04.2020

Letzte Aktualisierung
21:12:03 01.05.2020


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