Deutsch-Kolumbianischer Freundeskreis e.V.

Kolumbien - Bevölkerung, Geschichte, Geografie, Politik, Wirtschaft

Kolumbien liegt im Norden Südamerikas mit den Nachbarländern Venezuela, Brasilien, Peru, Ecuador und Panama. Im Norden wird es vom Karibischen Meer begrenzt, im Westen vom Pazifischen Ozean. Insgesamt verfügt es über ca. 3000 km Küstenlinie.
Kolumbien ist das viertgrößte Land Südamerikas. Mit seiner Fläche von 1,14 Mio. km²  ist es etwa dreimal so groß wie Deutschland. Die Bevölkerungszahl liegt bei 45,3 Mio., also bei etwas mehr als der Hälfte der deutschen Bevölkerung. Davon leben ca. 7 Mio. in der Hauptstadt Bogotá.
Die Bevölkerung setzt sich aus den Nachfahren und Mischlingen der Indianer, europäischer Einwanderer und Afro-Kolumbianer zusammen. Das Durchschnittsalter liegt bei 25 Jahren, die Lebenserwartung bei 70 Jahren.
Die Amtssprache ist Spanisch. Daneben werden noch mehrere Dutzend indianische Sprachen und Dialekte gesprochen, die zu verschiedenen Sprachfamilien gehören.
Topografisch und klimatisch prägen die Anden das Land - von Nordosten nach Südwesten verlaufen drei Andenkordilleren mit Höhen von über 5000 m. Aufgrund der geographischen Ausdehnung von 14° nördlicher Breite bis 4° südlicher Breite liegt Kolumbien in der tropischen Klimazone. Dies sorgt in großen Teilen des Landes ganzjährig für hohe Temperaturen und Niederschläge. Je nach Höhenlage variieren die klimatischen Bedingungen jedoch.
Die günstigen klimatischen Bedingungen sorgen für ein komplexes und zugleich fragiles Ökosystem. Ein Zehntel der weltweit vertretenen Pflanzen- und Tierarten sind in Kolumbien zu finden, damit steht es auf Platz 2 der artenreichsten Länder der Welt. Besonders die Flora ist mit ca. 50.000 Arten sehr abwechslungsreich, allein 15% der weltweit bekannten Orchideenarten sind in Kolumbien beheimatet, das entspricht etwa 3.500 Arten.
Die natürlichen Schätze des Landes sind zugleich seine wichtigsten Exportgüter. Die wichtigsten sind Steinkohle und Erdöl, die zusammen etwa 1/3 des Exports ausmachen. Die zweitwichtigste Gruppe sind landwirtschaftliche Produkte, insbesondere Kaffee, Bananen und Schnittblumen (Nelken). Außerdem ist Kolumbien der weltgrößte Exporteur von Smaragden.
Die kolumbianische Binnenwirtschaft befindet sich im Aufschwung und ist in den vergangenen Jahren um ca. 5% jährlich gewachsen. Die Arbeitslosigkeit ist dennoch mit etwa 12% immer noch problematisch.
Politisch hat sich die Lage in Kolumbien immer noch nicht stabilisiert, obwohl sich die Sicherheitslage in den letzten Jahren sehr verbessert hat. Dies geht u.a. auf große Erfolge bei der Demobilisierung paramilitärischer Truppen zurück. Die weiterhin starken Guerilla- Gruppen mit ihren Gewalttaten v.a. gegenüber der ländlichen Zivilbevölkerung und ihrem bisher nicht eindämmbaren Drogenanbau schwächen jedoch weiterhin den Einfluss der Regierung und die Entwicklung der Wirtschaft, v.a. in den ländlichen Regionen.

Diese Informationen wurden von Frau Christiane Roth zusammengestellt, die uns freundlicher Weise die Genehmigung zur Veröffentlichung erteilte. 

 


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